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Bilderbuch Bayerischer Wald

Kurzurlaub im Bayerischen Wald

 

Lusen_Sonnenuntergang_Gipfelkreuz_Foto-Landkreis-Freyung-Grafenau1Ganz im Osten Bayerns liegt der Bayerische Wald, eine der vielseitigsten Urlaubsregionen Deutschlands. Grenzgebiet ist und war dieses einst von dichtem Urwald überwucherte Bergland mit seinem über 1400 m hoch aufragenden Höhenzug zwischen Osser und Lusen.

Der »Woid« ist nicht irgendein baumbestandenes Stück Erde: Zwischen Deutschland, Österreich und Tschechien erstreckt sich eins der größten Waldgebiete Europas. Naturliebhaber schätzen die Schönheit dieser Region, und auch Kulturfreunden wird im Wald viel geboten: Festspiele vom Further Drachenstich bis zum Kulturwald-Festival in Buchet, die weltberühmte Glasstraße oder barocke Kirchenkunst sorgen für Abwechslung. Dazu kommen vielfältigste Sportmöglichkeiten und ein breit gefächertes Wellnessangebot.

Zwei Regierungsbezirke teilen sich den Bayerischen Wald: Zur Oberpfalz gehört der nördliche Teil. Er umfasst den Naturpark Oberer Bayerischer Wald mit seinem Zentrum um die Stadt Cham am Regen. Osser, Hoher Bogen und Großer Arber gehören zu seinen prominentesten Attraktionen.

Die große Mitte der Region bildet der Naturpark Bayerischer Wald zwischen Donau und Großem Arber. Zwischen dem Donautal und der Bergkette des vorderen Walds ziehen sich über sanft geschwungene Hänge saftige Wiesen und wachsen tausende von Obstbäumen. Jenseits des Regentals schwingen sich die Berge des hinteren Walds empor. Hier liegt der Nationalpark Bayerischer Wald mit den Glasorten Zwiesel, St. Oswald und Frauenau.
Sie sind Ausgangspunkte für Erkundungen der wilden Natur zwischen Rachel und Lusen.

Im Südosten, zwischen Donau, Ilz und den Nachbarländern Tschechien und Österreich, erstreckt sich das Abteiland mit den Orten Hauzenberg, Waldkirchen, Grafenau und Freyung.

Rund um den Bayerischen Wald locken Abstecher nach Regensburg (UNESCO-Welterbe) und Passau oder in die Tschechische Republik in das traumhaft in einer Moldauschleife gelegene Krumau – alle drei Städte sind unverwechselbare, farben- und lebensfrohe Kultur-Highlights.

Steckbrief Bayerischer Wald

Gliederung: Zum Bayerischen Wald gehören ganz oder teilweise die Landkreise Schwandorf, Cham, Deggendorf, Freyung-Grafenau, Regen, Straubing-Bogen und Passau.

Der Naturpark Oberer Bayerischer Wald umfasst 1738 km², der Naturpark Bayerischer Wald umfasst 3077 km², der Nationalpark Bayerischer Wald umfasst 243 km².

Wichtigste Städte: Cham, Deggendorf, Freyung, Grafenau, Neunburg vorm Wald, Nittenau, Regen, Viechtach, Waldkirchen, Zwiesel

Wirtschaftszweige: Tourismus, Holzindustrie, Glasherstellung und -veredelung

Höchste Berge: Großer Arber (1457 m), Rachel (1453 m), Lusen (1373 m), Dreisessel (1332 m)

Wichtige Flüsse: Ilz (mündet bei Passau in die Donau), Regen (mündet bei Regensburg in die Donau), Schwarzach (mündet bei Schwarzenfeld in die Naab).

Lage

Der Bayerische Wald liegt in dem Regierungsbezirk Niederbayern. Im Norden schließt sich der Naturpark Oberpfälzer Wald an, im Westen bildet die Donau die Grenze. Im Osten und Süden grenzt er an die Tschechische Republik bzw. an Österreich. Das Tal des Regen trennt den Vorderen vom Hinteren Bayerischen Wald.

Klima

»Im Woid is koid« – böse Zungen sprechen von neun Monaten Winter und drei Monaten Kälte, wenn sie das Wetter im östlichsten Teil Bayerns beschreiben. Positiv gewendet kann man von einem Paradies für Wintersportler mit überdurchschnittlicher Schneesicherheit von November bis April schwärmen, also perfekt für Ihren Skiurlaub. Und im Sommer klettern die Temperaturen durchaus auch über die 25-Grad-Marke. Wer will schon bei brütender Hitze lange Wanderungen oder anspruchsvolle Mountainbike-Touren unternehmen? Da ist Schatten gefragt, den der Wald reichlich spendet. Bilderbuchwetter mit blauem Himmel und Sonnenschein herrscht im Herbst. September und Oktober zaubern Farbe in den Wald. Ab November sorgt der »Böhmwind« aus dem Osten für deutliche Abkühlung – eine dicke Windjacke, Schal und Mütze sind dann gefragte Begleiter.

Leben und Wirtschaft mit und vom Wald

Bayerisch-Eisenstein_Schwellhaeusl_Fotograf-Michael-KoernerSchon immer mussten die Menschen im »baierischen Nordwald« mit dem Wald und nach seinen Regeln leben. Dabei lieferte der reiche Baumbestand die Grundlage für eine frühe wirtschaftliche Spezialisierung: Ab dem 13. Jh. begann die Errichtung der Waldglashütten, die damals für großen Wohlstand sorgten. Heute allerdings kämpfen die bayerischen Glashütten gegen den internationalen Konkurrenzdruck. Ab dem frühen 18. Jh. wurde das Holz zum wichtigen Wirtschaftsfaktor. Im Raum um Regen und Zwiesel entstanden über 50 Sägewerke. Möbel-, Spielzeug- und Papierfabriken wurden errichtet. Bis heute ist die holzverarbeitende Industrie für die Region von Bedeutung – das Netzwerk Forst und Holz, unterstützt von der EU, soll die Entwicklung der Sparte fördern. Moderne Technologien sind ein wichtiger Faktor in der Region. Landwirtschaft stellt bis heute eine Herausforderung dar: Die Böden sind karg, und das Klima ist rau, die donaunahen Regionen sind deutlich begünstigt. Hier liegt um den Ort Lalling die Obstschüssel der Region. Viele Landwirte setzen auf biologische Produktion – im Zusammenhang mit Tourismus und Naturschutz ein wichtiger Faktor. Wichtigster Wirtschaftsfaktor in der gesamten Region ist seit Jahren der Tourismus, der mit viel- fältigen Angeboten zwischen Nationalpark, Sport und Wellness für Arbeitsplätze sorgt.

Natur

Lohberg_Kleiner-Arbersee_IMG_4050m_Landkreis-ChamÖstlich der Donau beginnt der Anstieg aus der Flussebene zum Gebirge. Gut 800 m über das Stromtal erhebt sich der Vordere Bayerische Wald, der mit zahlreichen Gipfeln die Tausendergrenze überschreitet. Weiter im Osten ragen die Berge noch höher auf: Großer Arber (1457 m) und Rachel (1453 m) sind die Spitzenreiter im Hinteren Bayerischen Wald. Berge und Täler tragen drei verschiedene Waldformen: Aufichtenwälder besiedeln die feucht-kühlen Täler, in bis zu 1200 m Höhe steht ein Mischwald aus Birken, Buchen, Tannen und Fichten, und in den darüber liegenden Gipfelregionen behauptet sich der Bergfichtenwald. Der Große und der Kleine Arbersee, aber auch der Rachelsee sind Beispiele für während der Würm-Eiszeit vor rund 18 000 bis 10 000 Jahren gegrabene Kar-Seen. Drei Flüsse durchziehen die Region und sorgen für Ent- und Bewässerung. Der Regen ist mit rund 169 km die wichtigste Wasserader. Kleiner und Großer Regen vereinigen sich bei Zwiesel zum Schwarzen Regen, der westlich von Bad Kötzting mit dem vom Kleinen Arbersee kommenden Weißen Regen zusammenfließt. »Bayerisch Kanada« heißt der Teil der Region, den der Regen zu einem Paradies für Kanuten macht.
Nur 68 km lang ist die Ilz, deren Quellen aber bis ins Gebiet südlich des Großen Rachel reichen. Hier entspringt die Große Ohe, die mit der Kleinen Ohe und der Wolfsteiner Ohe die Ilz mit moorweichem, braunem Wasser füllt. Im Norden fließt die von Tschechien kommende Schwarzach durch Waldmünchen, Rötz und Neunburg vorm Wald – unterwegs stauen Talsperren sie zum Perlsee und Eixendorfer See auf.

Sport und Aktivitäten

Goldsteig_Wanderer-am-Gro+ƒen-Arber_EIS-Goldst_1255_Foto-Gerhard-Eisenschink_gewerbliche-Nutzung-erlaubtAlte Handelswege erfreuen heute die Wanderer: Der Pandurensteig führt in Nord-Süd- Richtung über 173 km in acht Etappen von Waldmünchen bis nach Passau. West-Ost- Verbindungen ins Böhmische ermöglicht der Baierweg: Er beginnt bei Straubing, quert bei Viechtach den Pfahl, steigt Richtung Hoher Bogen auf über 900 m an, bevor es bergab nach Neukirchen b. Hl. Blut geht. In Tschechien beschreibt er einen Bogen über Kdynì (Neugedein) und Domažlice (Taus), bevor er in Furth im Wald endet. Reine Wanderzeit für die 155 km lange Strecke sind sieben Tage, doch unterwegs gibt’s viel zu sehen, gut zu essen, zu spielen oder zu baden. »Ab durch die Mitte« könnte das Motto des familienfreundlichen, nur 54 km langen Böhmwegs von Deggendorf über Bischofsmais und Zwiesel nach Bayerisch Eisenstein sein. Die vier Tagesetappen sind nicht zu schwierig und bieten mit Burgen, Glashütten und dem Nationalpark viel Abwechslung. Anspruchsvoll sind die drei Varianten (je ca. 30 km) der Goldenen Steige im Süden zwischen Bruckmühle bei Röhrnbach und Prachatice, Vimperk (Win- terberg) bzw. Finsterau. Für Wandervögel gibt’s einen rückenfreundlichen Service, bei dem das Gepäck von Etappe zu Etappe transportiert wird, während man nur mit einem Tagesrucksack marschiert. So wird das Gehen zum Ge(h)nuss!

Stadt-Land-Fluss für Pedalritter

Waldkirchen_Familienradtour_y26000-4783-1_Foto-Tourismusbuero-WaldkirchenAnspruchsvolle Bergstrecken für passionierte Mountainbiker oder asphaltierte Bequem-Radwege für Kind und Kegel erschließen die unterschiedlichsten Landschaftstypen. Der 171 km lange Regental-Radweg verbindet Regensburg, Cham, Viechtach, Regen und Bayerisch Eisenstein. Da er überwiegend am Fluss verläuft, bietet er kaum schwere Steigungen oder Gefälle und eignet sich gut für Familientouren. Im Süden führt der Donau-Wald-Weg von Obernzell bei Passau bis Haidmühle nahe der tschechischen Grenze. Von Ost nach West radelt es sich gefällebedingt leichter. Die 18 km lange Etappe zwischen Haidmühle und Jandelsbrunn gehört zu den Highlights. Geländegängig sollten Stahlross und Reiter sein, wenn’s grenzübergreifend durch den Nationalpark geht. Auf dem 108 km langen Nationalpark-Radweg zwischen Haidmühle und Ferdinandstal warten Steigungen bis zu 22 % und überwiegend unasphaltierte Wege in herrlicher Landschaft. Radlbusse erleichtern Anfahrt oder Rückweg, und Radwanderer, die mehrtägige Touren planen, können sich das Gepäck zum nächsten Tagesziel bringen lassen. Eine besondere Attraktion für Mountainbike-Fans findet sich auf dem Geißkopf bei Bischofsmais: Im Bikepark – dem größten Deutschlands – fordern und fördern Trainingsstrecken für alle Klassen die individuellen Fähigkeiten.

Hochseil-Kletterparks

Waldkirchen-Kletterwald2Ein bisschen Tarzan, ein bisschen Captain Jack Sparrow – so fühlt es sich in luftiger Höhe auf Seil und Wackelplanke an. Besucher der Hochseilparks sind abgesichert, klettern immer im Team und bewegen sich in 10 bis 20 m Höhe zwischen Baumwipfeln oder an riesigen »Spinnennetzen«. Bei den Natur-Hochseilparks sind Seile zwischen gewachsene Bäume gespannt. »Nur« in 10 m Höhe verlaufen die Wege im Lamer Kletterpark zwischen künstlichen Streben, doch sind die Hangeltouren hier besonders adrenalintreibend.

 

 

Im und auf dem Wasser

Cham_Bootstour-am-Regen-9_Foto-Stefan-GruberDie Ilz bietet wildromantische Umgebung für Bootstouren zwischen Perlesreut und Passau. Die Reise auf dem Regen vom Blaibacher See bis Regensburg dauert fünf Tage, dabei verleiten unterwegs viele Sehenswürdigkeiten zu Landausflügen. Im Oberpfälzer Seenland gehört der Eixendorfer See zu den Attraktionen – auf, an und um den 110 ha großen See kann man segeln, surfen, angeln, radeln und wandern. Nicht weit entfernt lockt bei Bodenwöhr das dunkle Wasser des Hammersees. Auf dem Perlsee bei Waldmünchen lässt es sich surfen und segeln, und der Sandstrand am Eginger See bietet Badenixen einen Blick auf bewaldete Ufer. Größter Badesee im Süden ist der Rannasee bei Wegscheid. Wasserskifahrer sind auf der Donau richtig – lange Strecken kann man hier über den Strom zischen. Bei Metten kommt man gar auf 18 km!

Wald-Golf

Direkt am Schutzgebiet liegen der Golfclub am Nationalpark Bayerischer Wald in Grafenau/Haslach und der Golfpark Oberzwieselau in Lindberg (je 18 Loch). Waldkirchen bietet einen 18- und einen 9-Loch-Platz. Im Herzen des Bayerwalds lädt Bodenmais zum Abschlag. Neunburg vorm Wald, die Wutzschleife bei Rötz und Furth im Wald besitzen je einen 18-Loch-Platz. Herrliche Ausblicke auf Wald und Donau genießen Golfer bei Deggendorf-Schaufling oder Passau-Thyrnau je 18 Loch.

Hoch zu Ross

Reiter_Sonnenuntergang_Foto-Landkreis-Freyung-GrafenauReiter kommen im Wald garantiert auf ihre Kosten – bei kurzen Ausritten ebenso wie bei mehrtägigen Touren. Unterkünfte mit Pferdeboxen und Koppeln, Reitwegkarten und Gepäcktransportservice machen die Planung leicht. Auf vielen Höfen stehen Leihpferde zur Verfügung. An der Donau bei Mariaposching startet ein abwechslungsreicher Reitweg, der über Bernried zum Predigtstuhl führt. Durch St. Englmar geht es bis nach Viechtach (2 Tage). Seit 2002 führt ein gut ausgeschilderter Fernreitweg durch den Nationalpark von Frauenau bis Mauth (Strecke im Nationalpark ein Tag). Grenzüberschreitendes Reitvergnügen ermöglichen die Wege um Haidmühle (wer nach Tschechien reitet, nehme Personalausweis und Impfnachweis für das Pferd mit).

 

Ski und Rodel gut!

Bayerischer-Wald-_Skifahrer_Foto-Tourismusverband-Ostbayern-e.V.Wintersportler finden im Bayerischen Wald beste Bedingungen. Schließlich beginnt der Winter hier früh und hält sich lang. Schwungvoll bergab wedeln kann man am Großen Arber – wo die Weltcupstrecke vom Gipfel selbst Könnern einiges abverlangt. Am Hohen Bogen liegt ein weiteres Skiparadies. Seit 2007 gibt es mit dem Atomic-Ski-Jump eine Sprungschanze für Nicht-Profis. Das Kribbeln im Bauch nach dem Abheben vom Sprungtisch erlebt man dabei sicher angeleint. Im Vorderen Bayerischen Wald läuft am Pröller Skidreieck einer der längsten Lifte des Bayerwalds. Ein paar Kilometer weiter südlich strecken Geißkopf und Einödriegel ihre Lifte über 1000 m in den Himmel. Neben herrlichen Abfahrten warten hier eine der längsten Naturrodelbahnen und 70 km gespurte Loipen. Mehrere Bahnen zur Wahl haben Rodler in Bodenmais und St. Englmar, in Drachselsried saust man 2,5 km mit dem Schlitten bergab! Ein besonderes Vergnügen für Langläufer ermöglicht die mit einer Schneeflocke gekennzeichnete 150 km lange Bayerwaldloipe. Sie verbindet auf neun Tagesetappen Lohberg, Bayerisch Eisenstein, Zwiesel, Spiegelau, Neuschönau und Mauth. Klein, aber fein ist das Skigebiet Mitterdorf bei Philippsreut, das mit Abfahrten, Loipen und Rodelbahnen für jeden etwas bietet. In Breitenberg lockt die Skisprungschanze Rastbüchl internationale Spitzensportler. Zwischen Deutschland, Österreich und Tschechien laden viele Loipen, Rodelbahnen und sanfte Hänge zum Skifahren und Schneeschuhwandern!

Unterkünfte, Essen & Trinken

Cham_Biergarten-Wasserwirtschaft_Foto-Stefan-GruberUrlaub auf dem Bauernhof, 3- und 4-Sterne- Hotels, Ferienwohnungen und -häuser – jeder findet im Bayerwald das Passende. Meist gehören zur Ausstattung Sauna, Solarium, Fitnessraum und Beauty- bzw. Wellness einrichtungen. Ge(h)nuss-Gastgeber und Wander-Wohlfühlhöfe sind auf Kurzübernachter mit Rucksack eingestellt. WellVital-Unterkünfte bieten Wellness auf bayerisch – vom Heublumenbad bis zum Hopfen peeling. Zu den Bayerwald- Hotels zählen zehn 3- bis 4-Sterne-Häuser, die Natur und Tradition des Bayerischen Waldes in ihr Angebot einfließen lassen. Auch die Waidla-Betriebe sind der Region verbunden, mit typisch regionaler Küche, gemütlich-bayerischer Gastlichkeit und viel Tradition.

Zu Recht erwartet man im Bayerwald »a Schweinernes und Knedl«. Berühmt ist auch der Pichelsteiner Eintopf aus Regen – er wird sogar mit einem Volksfest geehrt. Deftig sind die meisten Gerichte aus der Regionalküche, zu der allerdings auch der feine Spargel aus Straubing oder Abensberg zählt.

 

Unterwegs mit Kinder

Kelten und Indianer

Wie lebten die Menschen zur Eisenzeit im Bayerischen Wald? Im Keltendorf Gabreta kann man es ausprobieren – wer sich rechtzeitig anmeldet, kann dort auch übernachten. Im Dorf werden Hauswände aus Weidengeflecht und Lehm errichtet, der Acker mit einem eisenzeitlichen Hakenpflug bearbeitet und wer mag, übt sich im Spinnen, Bogenschießen oder Schmieden. Wie im Wilden Westen geht es in der Pullman City zu. Auch hier kann man in Tipi, Blockhütte oder Lodge übernachten. Erfahrene Reiter (ab 12 Jahren) können im Horse Stable einen vierbeinigen Begleiter mieten. Außer Pferden und Ponys warten im Tiergehege neben dem Goldwäschercamp wildwesttypische Waschbären und eher untypische Kängurus! Auch Urlaub auf dem Bauernhof ist in unserer Region ein Spaß für Klein und Groß!

Wölfe, Hirsche und Bären

Baer_Nationalpark-Bayerischer-Wald_IMG_0614_Foto-Tourismusverband-Ostbayern_gewerbliche-Nutzung-erlaubtTierisches gehört zu den Hauptattraktionen im Bayerischen Wald. An erster Stelle steht das Tier-Freigelände des Nationalparks bei Neuschönau. Planen Sie mindestens einen halben Tag für den 7 km langen Rundweg – Frühaufsteher oder Spätnachmittagsbesucher mit Fernglas haben die besten Chancen auf Tierbeobachtungen! Gänsegeier und Bären sind zu sehen – und natürlich Wölfe, Rothirsche, Wildschweine, Otter und Biber. Mit viel Glück entdeckt man sogar den scheuen Luchs! Am besten beginnt man den Rundweg beim Infozentrum im Hans-Eisenmann-Haus. Dort gibt es Malkurse, Themenwanderungen, Spurensuche nach Biber, Bär und Otter sowie GPS-Schnitzeljagd im Wald, und auch im Winter geht’s mit dem Förster auf Entdeckungsreise.

Im Nationalparkzentrum Falkenstein bei Ludwigsthal können Sie neben dem Besuch des Tier-Freigeländes auch auf eine Zeitreise von der Urgeschichte bis zur Gegenwart gehen. Das im Zentralbau der Anlage auf einer Kunstfelsenkulisse rekonstruierte „Bildfeld der Wildpferde und Auerochsen“ aus der berühmten Grotte Chauvet in Südfrankreich erinnert an das einstige „Zusammenleben“ der Menschen in der Altsteinzeit mit diesen Großtieren. Dieses Bildnis lebensnah skizzierter Wildtiere zeugt von der außergewöhnlichen außergewöhnlichen Beobachtungsgabe der „alten Meister“, aber auch von ihrem Bemühen ihre Beutetiere mit Zauberzeichen in ihren Bann zu legen. Tierisch gut ist auch der Bayerwald-Tierpark Lohberg. Dort sind die Gehege deutlich kleiner, was sehr gut für die Besucher ist, haben sie doch bessere Chancen auf Sichtung. Sogar Elche sind hier zu bewundern!

Einblicke in den Lebensbereich Wasser

Furth-im-Wald_Wildgarten-4_Landkreis-Cham_Foto-Stefan-GruberDer Wildgarten in Furth bietet Einblick ins feuchte Element. Eine Hängebrücke und ein Sumpfweg führen vorbei an Spinnenhöhlen und Eidechsenhügeln zum Unkentümpel und Hornissenbaum.